HOPE

Hope
Was ich dir heute vorstellen möchte, ist ein Tool, das sich meine Freundin Katja ausgedacht hat, als sie schwer an Post-Covid erkrankt war und kaum Energie und Kapazitäten hatte.
Was du dafür brauchst:
* ein paar Stifte,
* ein stärkeres Papier oder Karton,
* Washi-Tapes, ein paar Aufkleber
* Dinge, die dir gefallen, um eine kleine Karte zu gestalten.
Am besten packst du alles in einen kleinen Karton oder in ein Täschchen und hast es immer griffbereit.
Wenn wir schwer erkrankt sind, kann es sein, dass ein Teil von uns Halt und Ausrichtung sucht. Gerade wenn Symptome und Herausforderungen so viel Gewicht bekommen, kann es helfen, ganz kleine, schöne, unkomplizierte Tools anzuwenden.
Katja hat sich kleine Kärtchen geschnappt, sich eine Form für einen kleinen Aufsteller ausgedacht und dieses Wort geschrieben.
Hope – Hoffnung
Sie hat es gestaltet und illustriert.Und das ist die Einladung an dich. Spüre, was du gerade am meisten brauchst, ersehnst, dir wünschst. Vielleicht ist es Hoffnung, vielleicht Liebe, vielleicht etwas ganz anderes. Verbinde dich damit, schreib es auf.
Als ich in der Kurzzeitpflege war, hat Katja mir eine kleine Ausstattung an Zutaten geschickt. Das Wort, das mich rief, war nicht Hope, es war Heilung. Ich habe Healing auf viele Kärtchen geschrieben, in schöner Schrift und mir immer wieder neu überlegt, wie ich es gestalte. Indem ich mich in dieser kleinen Übung ausrichtete, öffnete und erweiterte ich meinen Raum. Es wurde so zu einem Gegengewicht zu dem, was mich sorgte.
In einer Zeit, in der ich sehr verzweifelt war, wirkte es wie ein kleiner Motor, um weiterzumachen und nicht aufzugeben. Das Schreiben und Gestalten glich einer Meditation. Es war ein Licht, das ich mir selbst im Tunnel anzündete.
Als ich die Kärtchen schrieb, riefen mich plötzlich auch noch ganz andere Begriffe. Ich schrieb Kärtchen, auf denen Just Glow stand oder Wild Within, was wirklich lustig war. Denn ich habe mich weder wild gefühlt noch geleuchtet, aber es hat mir Freude gemacht, sie mir auszudenken und neben mich auf mein kleines Regal zu stellen. Es war wie ein kleiner Wink vom Leben ans Leben.
Gerade steht auch eins da, mit einem kleinen Aufkleber, auf dem "That’s Awesome" steht. Darunter habe ich einfach "Healing" geschrieben. Manchmal schaue ich daran vorbei, aber wenn mein Blick hängen bleibt, halte ich inne, atme und lasse die Botschaft in mir wirken.
Ich glaube, alle spirituellen Lehrer unterschiedlicher Richtungen vertreten die These, dass wir eher das in unser Leben ziehen, womit wir uns verbinden. Und wem das abwegig vorkommt, auch in der Quantenphysik gibt es Positionen,die dem Bewusstsein eine Rolle zusprechen. Körper, Geist und Seele sind nicht getrennt. Auch in der Medizin und gibt es Forschungen, die zeigen, dass das, womit wir uns gedanklich beschäftigen, Einfluss auf unsere Hormone und Botenstoffe hat und damit auch auf unser Immunsystem.
In mir formte sich Healing natürlich nicht wie das große" Hallo, am nächsten Tag bin ich gesund", es ist eher der feine Strom, an dem ich mich anbinde, der mir hilft weiterzumachen, wenn ich nicht weiter weiß, der mir hilft, mich auszurichten und der Angst nicht zu erliegen, und der mir deshalb hilft – zu heilen.
Wenn du also nachts aufwachst, weil du Schmerzen hast oder grübeln musst, schnapp dir am besten deinen Fundus und schreib Kärtchen. Wenn du um fünf schon wach bist und noch nicht weißt, wie du den Morgen beginnen sollst, weil es noch nicht deine Uhrzeit ist, fang mit den Kärtchen an. Wenn du drohst, in Traurigkeit zu versinken und dich nach Freude, Licht und Glanz sehnst, schreib dir Kärtchen.
Katja hatte irgendwann einen ganzen Karton davon und die Idee, diese Kärtchen in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen zu verteilen, um Menschen, die es brauchen, etwas Wärme und Freude zu schenken und damit zu zeigen: Wir sind nicht allein. Der Wunsch nach Hoffnung ist etwas, was uns verbinden kann. Und indem wir sie mit anderen Menschen teilen, setzen wir Funken. Wenn immer mehr Menschen diese kleine Idee aufgreifen würden, so Katja, könnten wir gemeinsam ein Netz knüpfen, in dem Lichter der Hoffnung leuchten.
